Klimaschutz ganz oben auf der Prioritätenliste
Klimaschutz wird offenbar groß geschrieben in den privaten Haushalten der deutschen Hauptstadt: Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Info GmbH sind 90 Prozent der Berliner der Meinung, dass es „sehr wichtig“ beziehungsweise „wichtig“ sei, im eigenen Haushalt Energie zu sparen. Dies berichtet die „Berliner Morgenpost“ auf ihrem Onlineportal.
Wie die Studie zudem belegt, sind neun von zehn Menschen in der Hauptstadt bereit, für stromsparende Haushaltsgeräte etwas tiefer in die Tasche zu greifen. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass sie für diese Geräte zwischen sechs und 20 Prozent mehr bezahlen würden. Die Studie macht zudem sichtbar, dass das Bewusstsein für die Klimaproblematik nicht bei beiden Geschlechtern ähnlich vorhanden ist: Auf die Frage nach der Wichtigkeit, im eigenen Haushalt elektrische Energie zu sparen, gaben 64 Prozent der befragten Frauen die Antwort „sehr wichtig“, während nur 50 Prozent der Männer die gleiche Frage mit „sehr wichtig“ beantworteten.
Nachhilfeunterricht in Sachen Klimaschutz hat offenbar die Jugend nötig: in der befragten Gruppe der 14 bis 29 Jahre alten Menschen ist es nur 38 Prozent „sehr wichtig“, im Haushalt Strom zu sparen. Auch beim Kauf eines neuen Gerätes spielt die Energieeffizienz eine nur zweitrangige Rolle: 39 Prozent gaben auf die Frage die Antwort „sehr wichtig“.
Doch es scheint, als wäre es nicht nur Ignoranz, die die jungen Menschen zu den Antworten verleitete, sondern in vielen Fällen schlicht Unwissenheit. Ein Indiz dafür sind die Antworten auf die Frage „Kennen sie die Energieeffizienzstufen der Elektrogeräte?“: Ganze 39 Prozent der 14 – bis 29-Jährigen haben von der Einteilung noch nie was gehört.
Um dem Nachholbedarf der Berliner Jugend Rechnung zu tragen, präsentieren wir hier einige Tipps zum Stromsparen im privaten Haushalt. Gerade die Jugend sollte der umweltschonende Umgang mit dem Computer bewusst gemacht werden, da sie diesen überdurchschnittlich oft benutzt. Das Strominfoportal „strom-guenstiger.de“ fordert technisch versierte PC-Benutzer dazu auf, bei einfacher Schreibarbeit den Prozessor des Computers durch eine Software herunter zu takten.
Auch moderne Grafikkarten bieten die Option, die Taktfrequenz des Rechners durch eine Software zu senken. Ideal achtet der Verbraucher bereits beim Kauf des Computers darauf, dass das Gerät nicht über die stärkste und stromintensivste Hardware verfügt. Diese seien mit Netzteilen von bis zu 600 Watt besonders „stromfressend“, erklären die Experten des Stromportals. Sobald der Computer heruntergefahren ist, gilt es, den versteckten Stromverbrauch zu unterbinden. Dafür ist eine schaltbare Steckerleiste zu empfehlen. Wer den PC kurz verlässt, dem sei geraten, den Monitor per Knopfdruck auszuschalten. Laptops sollte man nach erfolgreicher Ladung vom Netzstecker trennen.
Auch auf energieeffizientes Waschen ist das Augenmerk im Haushalt zu richten: 75 Prozent des gesamten Stroms für einen Waschvorgang benötigt eine Waschmaschine für die Erhitzung des kalten Wassers, daher ist Klimafreunden geraten, beim Kauf einer neuen Maschine darauf zu achten, dass die Waschmaschine über einen Warmwasseranschluss verfügt. Eine effiziente Gas- oder Ölzentralheizung, die das Wasser im Haus erwärmt, ist Voraussetzung für die Anschaffung. Auch den alternativen Energiequellen fällt im Umgang mit der Waschmaschine eine immer wichtigere Rolle zu: Solaranlage, Wärmepumpe und die Fernwärme gelten als Möglichkeiten, sich das Erhitzen durch Strom zu ersparen und so energiefreundlich zu waschen.