Stromanbieterwechsel: Leicht und lukrativ
Am Samstag gingen rund 30.000 Teilnehmer in Berlin auf die Straße, um für eine sozial gerechte Politik bei der Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu demonstrieren. Auch in der Hauptstadt herrscht bei vielen Bürgern Unsicherheit darüber, wie sich die Krise auf ihre persönliche Situation auswirken wird.
In vielen deutschen Haushalten geht die Jobangst um, auch die ständig steigenden Strompreise lassen viele Bürger mit wenig rosigen Aussichten in die Zukunft blicken. Bundesweit haben zum Jahreswechsel mehr als 400 Stromanbieter ihre Preise erhöht, durchschnittlich schnellten die Tarife um 8,5 Prozent in die Höhe, in bitteren Ausnahmefällen sogar um bis zu 21 Prozent. Bei einem jährlichen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden bedeutet dies Mehrkosten von 74 Euro, wie das Verbraucherportal „Verivox“ vorrechnet.
Dass das Motto „Strom Berlin“ nicht zwangsläufig an hohe Tarife gekoppelt sein muss, kann ein Wechsel zu einem der günstigen Alternativstromanbieter untermauern. Ein Klick im Internet hilft, um den passenden Stromanbieter in der Hauptstadt zu finden. „Verivox“ beispielsweise bietet den Verbrauchern leicht zu bedienende Online-Vergleichsmöglichkeiten an.
Auf der Suche nach dem billigsten Strom in Berlin braucht der Verbraucher nur die Postleitzahl seines Wohnorts, seinen jährlichen kWh-Verbrauch anzugeben und zu vermerken, ob er den Strom privat oder gewerblich nutzt. Die Testergebnisse sind dabei sehr hilfreich bei der Wahl des preiswertesten Stromanbieters. Die Günstigangebote der „FlexStrom AG“ sind dabei kaum zu überbieten, der Versorger schwingt in der Rangliste der unangefochten oben aus.
Unser Musterbeispiel zeigt, dass es mit dem Wechsel zum „3.600er Young Family“-Tarif der „FlexStrom AG“ im Vergleich zum „Berlin Basis“-Angebot von Vattenfall sensationelle Einsparmöglichkeiten gibt: Eine vierköpfige Familie, wohnhaft im lebendigen Berliner Stadtteil Kreuzberg, verbraucht jährlich 4000 Kilowattstunden. Bisher bezog die Familie ihren Strom in Berlin bei Vattenfall – und griff dafür relativ tief in die Tasche: Die Familie bezahlte für den „Berlin Basis“-Tarif 827,60 Euro im Jahr. Der Wechsel zum Stromanbieter „FlexStrom AG“ ist extrem lukrativ: Gerade mal 546,68 Euro bezahlt die Familie für den neuen Strom in Berlin, ganze 280,92 Euro weniger als bei Vattenfall. Prozentual spart dieser Berliner Haushalt sagenhafte 51%.
Würde jeder Bürger den Wechsel zum günstigsten Anbieter vollziehen, ließen sich in Deutschland 10 Milliarden Euro sparen, ermittelte das Verbraucherportal „tarife.de“. Bereits heute würden viele Haushalte von der Möglichkeit des Wechsels Gebrauch machen, noch sei aber das Potential längst nicht ausgeschöpft. Obwohl noch immer viele Haushalte befürchten, bei einem Wechsel würde ihnen der Strom abgestellt werden, scheinen die in erster Linie im Internet vorhandenen Informationskampagnen zum Stromanbieterwechsel langsam zu fruchten: 17,5 Millionen Haushalten nutzen heute zumindest den günstigsten Tarif des örtlichen Anbieters.
Günstigen Strom in Berlin gibt es. Und er wird einem leicht zugänglich gemacht: Für den Stromanbieterwechsel benötigt der Kunde keine besondere neuen Geräte, auch die Leitungen braucht er nicht zu ersetzen und der Stromzähler kann weiterverwendet werden. Einzig die Kosten ändern. Beträchtlich sogar, wie das oben genannte Beispiel zeigt. Es soll all jenen als Vorbild dienen, die sich über zu hohe Strompreise den Kopf zerbrechen. Befinden sich die Strompreise auch nach dem Wechsel zum günstigen Anbieter auf konstant hohem Niveau, sollte der Kunde schleunigst damit beginnen, das eigene Verbrauchsverhalten kritisch zu hinterfragen.